Gibt es die bedingungslose LIEBE, AGAPE, wirklich?

Verfasst von Martin Heinz. Veröffentlicht in Spirituelles Wachstum

Agape ist nicht bloß eine Idealform der Liebe, wie sie von griechischen Philosophen erdacht wurde. Sie ist möglich, ganz real erlebbar, erfahrbar!

Doch was bedeutet "Agape"? Was steht dahinter?

Obgleich der Begriff der Agape (griechisch Αγάπη) erst durch das neue Testament außerhalb Griechenlands bekannt wurde, ist er doch wesentlich älter. Der Begriff ist schwierig zu übersetzen, am besten wohl mit "jemanden mit Achtsamkeit behandeln". Ich bin achtsam mit etwas oder mit jemandem, wenn ich ihn wert-schätze, das Wert-volle ihn ihm erkenne.

Das "Wertvolle in einem Ding, einer Pflanze, einem Lebewesen oder einem Menschen zu erkennen" heißt: Ich sehe die Vollkommenheit, die darin ist.

Vollkommenheit heißt: Es übersteigt alles, was verglichen oder bewertet wLotuserden kann. ES IST! Und das "es ist", "ICH BIN" ist der Name GOTTES, der auf jedwede Beschreibung, jedweden Vergleich, jedwedes Urteil verzichtet, weil GOTT das Unvergleichbare, Unbeschreibbare ist.

Ich mache nun einen kleinen Exkurs zur Liebe (klein geschrieben als Kennzeichnung, dass damit "Liebe" im Kontext einer zwischenmenschlichen Beziehung, wie wir sie üblicherweise kennen, gemeint ist). 

Was passiert, wenn wir uns frisch verlieben?

Wir sehen plötzlich all das Schöne in unserem Partner: Sein Aussehen, seine wundervollen Charaktereigenschaften, seine Fähigkeiten, eben alles, was ihn im Vergleich (!) zu allen anderen Menschen hervorhebt, ihn für uns selbst zu etwas Besonderem machen.

Dieses Erleben des Partners schenkt uns über seinen Spiegel aber auch eine besondere Wertschätzung uns selbst gegenüber: "Wenn ein so wundervoller Mensch zu mir kommt, dann muss ich auch liebenswert, etwas Besonderes sein!" 

Für eine kurze Zeit gelingt es uns also, uns selbst zu lieben und anzunehmen, wenn wir frisch verliebt sind.

Doch mit dieser Hervorhebung, mit dieser "Besonderheit" sind zwei Gefahren verbunden:

  1. Ich hebe meinen Partner auf einen Sockel. Er spürt sich nun unter einem enormen Druck, meiner Erwartungshaltung über seine "Vollkommenheit" auch permanent gerecht werden zu können.
  2. Meine eigene Selbstliebe ist sehr wackelig: In dem Moment, in dem mein Partner meine Erwartungshaltung nicht aufrecht halten kann und in meinen Augen "abstürzt", stürze ich zusammen mit ihm ab, und mit ihm meine Selbst-Liebe, weil ich sie auf der "Besonderheit" des Partners aufgebaut habe, anstatt das Vollkommene, Göttliche in uns beiden zu erkennen.

Trotzdem, für einen kurzen Moment habe ich mich vollkommen gefühlt. Und - und das ist ganz erstaunlich dabei - ich habe solange auch die ganze Welt als vollkommen empfunden!

Wo liegt nun der "Fehler"?

Der Fehler liegt darin, dass wir den schöpferischen Prozess des Selbstausdrucks umgekehrt haben. Wir SIND vollkommene, geistige Wesen. Damit SIND wir VOLLKOMMEN! Und wir sind HIER, damit wir unsere eigene Vollkommenheit ERFAHRUNGSGEMÄSS kennenlernen können!

Der schöpferische Prozess, den wir nutzen können dient also nicht darum, uns immer wieder und wieder zu beweisen, dass wir aus unserer Un-Vollkommenheit nicht heraus können, sondern er dient dazu, unsere Vollkommenheit zum AUSDRUCK bringen zu können.

Merkst Du den Unterschied? 

Was hat dies mit Agape zu tun?

Wie können wir in den Zustand der Agape gelangen?

Ganz einfach: Indem wir den Prozess wieder umdrehen. Wir WISSEN, Schwänedass Gott vollkommen ist. Also muss auch seine Schöpfung VOLLKOMMEN sein! Dies machen wir uns nun zunutze, indem wir unsere ganze Aufmerksamkeit darauf richten, das SCHÖNE und VOLLKOMMENE in ALLEM-WAS-IST zu sehen und zu erkennen! Damit dies möglich ist, müssen wir uns jeglichen Vergleichs, jeglichen Urteils enthalten.

Und, wir müssen uns in den Zustand der LIEBE begeben (das Wort LIEBE ist hier groß geschrieben, denn es ist hier die Universelle, Bedingungslose LIEBE, die Agape gemeint).

Und so kannst Du leichter in den Zustand der BEDINGUNGSLOSEN, also nicht an irgendwelche Umstände oder Urteile geknüpfte LIEBE kommen (AGAPE):

Wie Dir eine Gruppe helfen kann, in den Zustand der bedigungslosen LIEBE, der AGAPE zu gelangen

Gerade, wenn Du vielleicht mit einigen Problemen in Deinem Leben zu kämpfen hast, kann es Dir u.U. schwer fallen, LIEBE in Dir zu spüren. Hier kann Dir eine gut eingestellte Gruppe von Gleichgesinnten eine unendlich wertvolle Hilfe leisten, denn durch die Verbindung mit anderen Menschen in der LIEBE ist die Anhebung der eigenen Schwingungsfrequenz in den Zustand des ALL-EINS-SEINS viel viel leichter. Die Worte von Jesus bringen dies underbar zum Ausdruck: "Wo ein oder zwei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter Euch!".

Diese Verbundenheit kannst Du in meinen ReCreate®-Intensivseminaren und ReCreate®-Intensiv-Retreats erfahren. Die Erlangung des Zustandes der AGAPE, der BEDINGUNGSLOSEN LIEBE ist das ZIEL dieser Seminare, denn in diesem Zustand erinnerst Du Dich daran, WER DU WIRKLICH BIST! Es ist nahezu unmöglich, diese Erfahrung desses, WAS DU BIST wieder zu vergessen. Diese Erfahrung WIRD einen enormen Einfluss auf Dein weiteres Leben haben, wird Dir die Grundlagen dazu schenken, die Du brauchst, um Dein Leben neu auszurichten und DEINE HÖCHSTE VOLLKOMMENHEIT zum AUSDRUCK zu bringen.

Liebe ohne Bedingungen

Ich liebe Dich wie Du bist, während Du auf der Suche bist nach Deiner eigenen besonderen Art, mit der Welt um Dich herum in Beziehung zu treten.

Ich ehre Deine Entscheidungen, auf welche Weise Du Deine Lektionen lernen möchtest. Ich weiß, dass es wichtig ist, dass Du genau der Mensch bist, der Du sein möchtest, und nicht der, den ich oder andere erwarten. Es ist mir klar, dass ich nicht weiß, was für Dich das Beste ist, obwohl ich vielleicht manchmal meine, es zu wissen.

Ich war nicht dort, wo Du warst, und ich habe das Leben nicht aus Deinem Blickwinkel gesehen. Ich weiß nicht, welche Lernaufgabe Du Dir ausgesucht hast, noch wie oder mit wem Du sie lösen möchtest, noch welche Zeitspanne Du Dir dafür vorgenommen hast.

Ich habe nicht aus Deinen Augen geblickt, wie konnte ich also wissen, was Du benötigst. Ich lasse Dich durch die Welt gehen, ohne Deine Handlungen in Gedanken oder Worten zu beurteilen. Die Dinge, die Du sagst oder tust, betrachte ich nicht als Irrtum oder Fehler.

Von meinem Punkt aus sehe ich, dass es viele Möglichkeiten gibt, die verschiedenen Seiten unserer Welt zu betrachten und zu erfahren. Ich akzeptiere rückhaltlos jede Deiner Entscheidungen in jedem beliebigen Augenblick. Ich fälle keinerlei Urteil, denn wenn ich Dir das Recht auf Deine Entwicklung abspräche, so würde ich damit dasselbe auch mir und allen anderen absprechen.

Jenen, die einen anderen Weg wählen als ich, auf den ich vielleicht nicht meine Kraft und Energie lenken würde, werde ich jedoch niemals die Liebe verweigern, die Gott in mich gesenkt hat, damit ich sie der ganzen Schöpfung schenke. 
Wie ich liebe, so werde ich auch geliebt. Was ich säe, dass werde ich ernten. Ich gestehe Dir das universale Recht auf freie Entscheidung zu, Deinen eigenen Pfad zu wandeln und voranzuschreiten oder eine Weile auszuruhen, je nachdem, was für Dich gerade das Richtige ist.

Ich werde mir kein Urteil erlauben, ob diese Schritte groß oder klein sind, leicht oder schwer, aufwärts oder abwärts führen, denn das wäre nur meine eigene Sichtweise. Es könnte sein, dass ich Dich tatenlos sehe und dies für wertlos halte, und doch könnte es sein, dass Du großen Balsam in die Welt bringst wie Du so dastehst, gesegnet vom Lichte Gottes.

Nicht immer kann ich das größere Bild der Göttlichen Ordnung sehen. Es ist das unveräußerbare Recht aller Lebensströme, ihre eigene Entwicklung selbst zu wählen und ich anerkenne voll Liebe Dein Recht, Deine Zukunft selber zu bestimmen. 
In Demut beuge ich mich der Erkenntnis, dass das, was ich für mich als das Beste empfinde, nicht bedeutet, dass es auch für Dich das Richtige sein muss. Ich weiß, dass Du genauso geleitet wirst wie ich und dem inneren Drang folgst, der Dich deinen Pfad erkennen lässt.

Ich weiß, dass die vielen Rassen, Religionen, Sitten, Nationalitäten und Glaubenssysteme in unserer Welt uns großen Reichtum bescheren und uns aus solcher Vielfalt großen Nutzen und viele Lehren ziehen lassen.

Ich weiß, dass wir jeder auf einmalige Weise lernen, wie wir Liebe und Weisheit zu dem Großen Ganzen zurückbringen können. Ich weiß, dass – wenn etwas nur auf eine Art getan werden könnte – es hierzu nur eines Menschen bedürfte.

Ich will Dich nicht nur dann lieben, wenn Du Dich so verhältst, wie es meiner Vorstellung entspricht und wenn Du an die gleichen Dinge glaubst wie ich, Du an einem anderen Ort geboren wurdest und an einen anderen Gott glaubst als ich. Die Liebe, die ich fühle, gilt der ganzen Welt Gottes.

Ich weiß, dass jedes lebende Ding ein Teil Gottes ist, und tief drinnen in mir hege ich Liebe für jeden Menschen, jedes Tier, jeden Baum und jede Blume – für jeden Vogel, jeden Fluss und jeden Ozean und für alle Geschöpfe und Wesen in aller Welt.

Ich verbringe mein Leben in liebendem Dienst und bin dabei das beste Ich, dass ich sein kann. Ich verstehe die Vollkommenheit Göttlicher Weisheit immer ein bisschen mehr und werde immer glücklicher in der Heiterkeit.

Von Sandy Stevenson

Ins  Deutsche übertragen von: Sigrid Heiermann-Waltjen

Bildquellen: © www.fotolia.com: #4216558 "Lotus 2" danielschoenen und #276710 "Liebesspiel von Schwänen" DWP

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